Europaabgeordnete Marlene Mortler zu Besuch in Zell

Europaabgeordnete Marlene Mortler zu Besuch in Zell

Heike Klier erklärte dazu, Einrichtungen wie Zell, die Menschen mit Behinderung begleiten, seien mit ihrem besonderen Personenkreis zu Beginn der Pandemie nicht so im Focus der Politik gestanden. Deshalb habe man sich an vieles erst herantasten müssen. Man habe die Maßnahmen der Staatsregierung ab 15. März aber konsequent umgesetzt und deshalb kaum Probleme mit Infektionen gehabt.

"Wir haben uns nach außen und innen regelrecht abgeschottet, um mögliche Infektionen auf einen kleinen Bereich zu beschränken", so Klier. Dank der engagierten Arbeit der Mitarbeiter konnten aber große Krisen vermieden werden.

Die Arbeit in der Werkstatt, die Betreuung in der Förderstätte und in der T-ENE sei eingestellt worden. Die Menschen mit Behinderung konnten auch nicht mehr zu ihren Familien fahren, wo sie sonst die Wochenenden verbringen. Klier lobte insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Roth und die Unterstützung durch den Bezirk Mittelfranken. Finanziell konnte dadurch die Betreuung der Menschen mit Behinderung in der Krisenzeit sichergestellt werden. "Das Gesundheitsamt hat uns nicht alleine gelassen, stand uns jederzeit beratend und als Ansprechpartner zur Verfügung", so Klier.

Die Lockerungen zum 15. Juni werde man schrittweise umsetzen und die Infektionsentwicklung genau beobachten.

Marlene Mortler sah Einrichtungen für Menschen mit Behinderung als ähnlich systemrelevant an wie die Landwirtschaft. "Ernährung und Gesundheit müssen krisensicher funktionieren", sagte Mortler und dankte den Zellern für ihren Einsatz.

(Bericht und Fotos: Robert Schmitt)