Ein einzigartiges Fest der Begegnung

Nur die Gäste, die frühzeitig zur Ausstellungseröffnung von „Du sprichst mich an!" in der Evangelischen Hochschule Nürnberg eingetroffen sind, konnten sich einen Stuhl im bis auf den letzten Platz gefüllten Vorlesungssaal ergattern. Im Fokus mehrerer Fernsehkameras und der Gäste standen vor allem sie: Menschen mit und ohne Behinderung, die sich an unserem inklusiven Kunstprojekt beteiligten. Unter ihnen 24 Künstlerinnen und Künstler, die auf bildnerische Gestaltungen geantwortet haben und ebenso viele Kinder und Erwachsene mit Hörbehinderung und zusätzlichen Einschränkungen, von denen das Ausgangsbild der Interaktion stammt. Sie alle hatten den Tag der Ausstellungseröffnung in der Hochschule schon seit Monaten herbeigesehnt, für den das persönliche Kennenlernen der Paare als Highlight angekündigt wurde.

Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach, Präsidentin der Evangelischen Hochschule, eröffnete die Ausstellung und Dozentin Jutta Jäger führte anschließend durch das informative und kulturelle Programm mit einer pantomimischen Theatervorführung, Redebeiträgen von Gesamtleitung Heike Klier und Projektleitung Claudia Pößnicker und einem Gebärdenausdruckstanz.

Das Aufrufen der Beteiligten im Anschluss an die Redebeiträge entpuppte sich für die Künstler als erste Gelegenheit, sich den dazugehörigen Partner schon mal auszuspähen. So richtig spannend wurde es dann aber erst vor den ausgestellten Kunstwerken in den Ausstellungsräumen. Maylin Gerstacker freute sich über ein „Malefiz", das auf Leinwand gemalt über ihrem Bild hing, auf dem sie ihr Lieblings-Computerspiel abgebildet hatte. Vanessa Cognard aus Aberzhausen hat es mit Acrylfarben auf Leinwand grafisch umgesetzt. Neben Thomas Simons gemalter Katze strahlten gleich zwei großformatige Bilder von Andrea Frister aus Heideck. Brigitte Herbold bekam eine besondere Antwort auf ihr Bild, auf dem ein Bett, viel Natur und eine große Sonne zu sehen sind. Direkt daneben auf Augenhöhe hängt eine Collage mit Fotos verschiedener blühender Pflanzen. Gärtnermeisterin Ursula Klobe aus Thalmässing erklärte, dass sie auf Brigitte Herbolds Bild mit einer 38 Quadratmeter großen Staudenmischpflanzung im Begegnungspark von Regens Wagner Zell gestaltet hat. Gerhard Rießbeck, ein bekannter Künstler aus Bad Windsheim, wurde durch das Bild von Manuel Fuchs „Was ich gerne esse und wo es hinkommt" zu einem Ölbild im exakt gleichen Format mit dem Titel „Was ich gerne mag und wo es herkommt" inspiriert.

Die vier Paare sind nur ein kleiner Ausschnitt von insgesamt 24 sehenswerten Kunstpaaren, die in der Ausstellung „Du sprichst mich an!" in der Evangelischen Hochschule gezeigt wurden. Inzwischen wurde die Ausstellung schon wieder abgebaut. Weil die Ausstellung so gut angenommen wurde, sind wir gerade dabei, eine Folgeausstellung in der Region zu planen. Bis dahin kann die Staudenmischpflanzung von Ursula Klobe, die sich in unmittelbarer Nähe des Alpakageheges im Begegnungspark von Regens Wagner Zell befindet, gerne besichtigt werden.

Von allen Kunstbegegnungen wurde ein Ausstellungskatalog erstellt, der für 5 Euro an unserer Pforte erworben werden kann. Die Entstehung und Umsetzung des Projekts wurde für eine Fernsehproduktion gefilmt. Weitere Informationen zur Kunstausstellung "Du sprichst mich an!" und alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler finden Sie hier.

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