Nachhaltigkeitsmanagement bei Regens Wagner Zell

Nachhaltiges Wirtschaften und Handeln bei Regens Wagner Zell:

  • Ökonomische Verantwortung: wirtschaftliches Handeln
  • Soziale Verantwortung: Interessen der Mitarbeiter, Arbeitsbedingungen, Wahrnehmung sozialer und ethischer Verantwortung gegenüber Menschen mit Behinderung und Mitarbeitern
  • Ökologische Verantwortung: betrieblicher Umweltschutz

 „Franziskus und die Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung“

Der Heilige, der am meisten mit der Natur in Verbindung gebracht wird, ist Franziskus von Assisi, der Ordenspatron der Dillinger Franziskanerinnen.  Nach dem Verständnis von Franziskus von Assisi darf sich der Mensch der Schöpfung bedienen, weil er sie zum Leben und Überleben braucht. Er soll aber einen ehrfurchtsvollen, achtsamen, verantwortungsvollen und bewahrenden Umgang pflegen, um im Sinne der Nachhaltigkeit die Lebensgrundlage für alle Geschöpfe zu erhalten.

„Christliche Verantwortung für die Schöpfung“

Im Geiste von Franziskus von Assisi fühlen wir uns bei Regens Wagner ebenfalls der Schöpfung gegenüber verantwortlich. Aus diesem Grund beteiligte sich Regens Wagner Zell von 2003 – 2006 an dem europäischen Projekt „Sustainable Churches“ (nachhaltige Kirche). Heute verstehen wir Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen.

„Nachhaltigkeit – Menschen mit und ohne Behinderung gehen diesen Weg gemeinsam“

Bei Regens Wagner Zell wurde zur Umsetzung ein Nachhaltigkeitsteam gebildet, das sich aus Mitarbeitern aller Arbeitsbereiche und verschiedener Führungsebenen zusammensetzt. Die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen gelingt nur, wenn sich alle Beteiligten mit den Zielen identifizieren können. Die Bewohner, die Mitarbeiter, die Schwestern und die Kooperationspartner werden in den Prozess auf unterschiedlichste Weise einbezogen. Um die Öffentlichkeit, die Kooperationspartner, andere soziale Einrichtungen, die Angehörigen und Betreuer einbeziehen zu können, werden regelmäßige Stakeholder- bzw. Angehörigenbefragungen durchgeführt.

„Inklusion – aktive Teilhabe an der Gemeinschaft“

Die Inklusion der bei uns lebenden Menschen mit Behinderung in das soziale Umfeld der Gesellschaft stellt ein bedeutsames Ziel der Einrichtung dar und wird durch verschiedene Aktivitäten erreicht.

  • Mitarbeit in Vereinen und die Gestaltung von Gottesdiensten in der Gemeinde
  • Schaffung eines lokalen Teilhabekreises, der Menschen mit Behinderung und ehrenamtliche Bürger vor Ort zusammenführt
  • Inklusive kulturelle Veranstaltungen (Zell-Kultur, Schwarzlichttheater, Offenes Atelier)
  • Festlichkeiten und Feiern, zum Beispiel Sommerfest, inklusives Pferdehofcafé
  • Oster- und Weihnachtsbasar der Zeller Werkstätten

„Lebensqualität steigern - Umweltbewusstsein entwickeln“

Der Arbeitskreis „Umweltpädagogik“ bietet jährlich unterschiedliche Aktionen an, bei denen sich sowohl Menschen mit Behinderung als auch Mitarbeiter und Besucher von außen aktiv mit umweltrelevanten Themen auseinandersetzen.

So fanden in den vergangenen Jahren Projekte zu unterschiedlichen Themen statt:

  • Wasserverbrauch und Wassersparen
  • Abfallvermeidung
  • Mülltrennung, Plakat und Aufkleber mit Symbolen zur Erleichterung der Mülltrennung
  • Zukunft einkaufen
  • Mein Lieblingsplatz (Ausflugziele in der Region)
  • Kochen und backen mit saisonalen und regionalen Produkten

„Soziale und ethische Verantwortung übernehmen“

Regens Wagner hat aber nicht nur eine Fürsorgepflicht gegenüber den Menschen mit Behinderung, sondern wir fühlen auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Menschen, die bei uns arbeiten oder ausgebildet werden. In regelmäßigen Vorträgen und Beratungsgesprächen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die ökologischen Themen informiert. Außerdem finden immer wieder Mitarbeiterbefragungen zu allen relevanten Bereichen (Arbeitsbedingungen, Stressbelastung, Zufriedenheit mit den Führungskräften, Arbeitsklima etc.) statt.

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements werden jährlich „Gesundheitstage“ durchgeführt, an denen die unterschiedlichen Angebote (z. B. gesunde Ernährung, Rückenschulung, Gymnastikkurs, Blutdruckmessung und Beratung durch den Betriebsarzt) die Mitarbeiter zu einem gesundheitsbewussten Denken und Handeln animieren sollen.

„Nachhaltigkeit zur Bewahrung der Schöpfung“

Vielfältige Maßnahmen wurden in den letzten Jahrzehnten ergriffen, um den Umweltschutz konsequent umzusetzen und voranzutreiben.

  • Installation von Solar- und Wärmepumpen
  • Erdwärmheizungen und Niedrigenergiehäuser
  • Verringerung des Strom-, Wärme- und Wasserverbrauchs
  • Abfalltrennung
  • Sammlung von Wertstoffen

„Nachhaltigkeit zeichnet sich aus“

  • 2013 hat der Staatsminister für Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder Regens Wagner Zell den Umweltpreis der Bayerischen Landesstiftung verliehen.
  • Oktober 2015 wurde Regens Wagner im Rahmen der Fachveranstaltung „Integriertes Umweltmanagement der IHK Nürnberg“ die IHK-Ehrenurkunde durch Herrn Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) verliehen.
  • Ebenso erhielt das Förderzentrum von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung schon mehrmals die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“.

„Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“

Für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie spricht, dass immer mehr Menschen mit Behinderung die Dienstleistungen und Angebote bei Regens Wagner Zell in Anspruch nehmen. Das Leistungsangebot hat sich stetig an die individuellen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung angepasst. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2016

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